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Shantung


Nach einer chinesischen Provinz benanntes Seidengewebe in Leinwandbindung. Im Gegensatz zur Maulbeerseide wird die Shantungseide von den Kokons wild lebender, nicht züchtbarer Raupen (indischer, japanischer und chinesischer Eichenspinner) gewonnen. Vor der Verarbeitung wird die Shantungseide nicht vom Seidenleim befreit, also nicht entbastet, was die unregelmäßige Oberflächenstrukur betont,
daher auch die Bezeichnung Wildseide. Der Einzelfaden ist bandartig flach, wenig durchsichtig und erheblich breiter als derjenige der echten Seide.

Garnunregelmäßigkeiten werden bei unterschiedlicher Bindung in Kette und Schuss positiv umgesetzt und mit dem unregelmäßigen, mitunter noppigen Bild als interessante Effekte durchaus geschätzt. Die Gewebe sind etwas rauer und härter im Griff, weniger glanzreich und haben nicht die hohe Feinheit der Naturseide. Honanseide, Leinwandbindung, Maulbeerseide (SE), Dekorationsstoffe, Möbelstoffe.

Im Handel wird der Begriff Shantung auch verwendet für Effekt-Imitationen aus Baumwoll- und Zellwollgeweben. Seide, Seide, wilde.

Anwendungsbereich

Wohnbereich

Materialklasse

Naturfasern

Warentypische Eigenschaften

Seide soll abgefüttert werden, um sie vor Lichtschäden zu schützen. Der Futterstoff wird verstürzt eingenäht, wobei man den Dekostoff seitlich 3 bis 5 cm zurückspringen lässt. Das Durchnähen der Seitennaht ist möglich. Der Futterstoff wird oben mit dem Dekostoff befestigt, unten bleibt er frei hängend und ist im fertigen Zustand 2 bis 3 cm kürzer als der Dekostoff.

Pflegeeigenschaften

Chemisch Reinigung
Pflegeempfehlungen für Textilien
Pflegekennzeichnung in Deutschland

Edler Dekostoff aus 100% Shantungseide.
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